Ausstellung vom 18. Mai bis zum 29. Juli 2011 über Meister Eckhart in Augsburg

Projekt der Universitätsbibliothek Augsburg sowie der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Augsburger Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters

[Münchner Partner, 18.04.2011] Vom 18. Mai bis zum 29. Juli 2011 widmet sich eine Ausstellung in der Schatzkammer der Universitätsbibliothek Augsburg der Überlieferung der Werke des großen deutschen Mystikers und Philosophen Meister Eckhart – speziell im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Augsburg:

Abbildung: Original im Besitz der Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Abbildung: Original im Besitz der Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Augsburger Stadtplan des Jörg Seld aus dem Jahr 1521

Die Interessen der Forschung gelten zum einen „Meister Eckhart im Original“ – so der Titel der letzten Jahrestagung der internationalen „Meister Eckhart Gesellschaft“ im Jahr 2010 –, sie gelten immer mehr aber auch der Überlieferung seiner Werke. Man hat sich bisher vor allem mit einzelnen Eckhart-Sammlungen und mit der Überlieferung in einzelnen Klöstern befasst. In den letzten Jahren wird zunehmend aber nach dieser Überlieferung in genau definierten Räumen gefragt.
Diesem neuen Ansatz ist auch die Ausstellung „Meister Eckhart in Augsburg. Deutsche Mystik des Mittelalters in Kloster, Stadt und Schule“ verpflichtet – immer mit Blick auf deren Bezug zu Augsburg untersucht sie die mittelalterliche und frühneuzeitliche Überlieferung solcher Werke, die von Meister Eckhart selbst stammen, aber auch solcher, die Eckharts Werke benutzen oder ihn als Person auftreten lassen. Die Leitfrage dabei ist, welches Interesse man an Eckhart dort in Augsburg haben konnte, in dieser Stadt, die im Spätmittelalter reich an Klöstern war, reich an Schreibern, reich an Druckern und ebenso reich an reichen und gebildeten Bürgern.
Zur Ausstellung gelangen Handschriften mit nahezu allen deutschen Werken Meister Eckharts, zum Vergleich aber auch weitere Handschriften der beteiligten Schreiber, darunter kostbar illustrierte Bibelhandschriften aus Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek, München, der Universitätsbibliothek Augsburg und der Augsburger Staats- und Stadtbibliothek. Eine Besonderheit ist ein Codex aus dem Kloster St. Bonifaz in München, den die Eckhart-Forschung bisher vernachlässigt hat. Der Katalog wird ausführliche Beschreibungen und Abbildungen aller einschlägigen Handschriften und Drucke enthalten. Eröffnet wird die Ausstellung am 17. Mai 2011 um 18 Uhr in der Schatzkammer der Zentralbibliothek der UB Augsburg, Universitätsstraße 22, 86159 Augsburg. Sie läuft dort bis zum 29. Juli 2011 und ist von Montag bis Freitag vom 8.30 bis 21.00 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich.

Weitere Informationen zum Thema:

Universität Augsburg, 09.03.2011
Meister Eckhart in Augsburg / Deutsche Mystik des Mittelalters in Kloster, Stadt und Schule

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