Grußwort des OB zur Münchner Sicherheitskonferenz: Internationale Rolle urbaner Räume betont

Christian Ude hob Bedeutung humanitärer Organisationen hervor

[Münchner Partner, 06.02.2012] Die zahlreichen internationalen Gäste der diesjährigen „Münchner Sicherheitskonferenz“ wurden von Oberbürgermeister Christian Ude am Abend des 3. Februar 2012 im Tagungshotel „Bayerischer Hof“ begrüßt:
Wenn die verschiedenen, oft gegensätzlichen Parteien internationaler Konflikte zusammenkommen, verstehe es sich von selbst, dass niemand mit allen dort vertretenen Positionen einverstanden sein könne, betonte Ude in seinem Grußwort. Es sei ja gerade der Sinn dieser Konferenz, sich über Gegensätze auszutauschen. Diesen Austausch gegensätzlicher Meinungen im friedlichen Gespräch könne man indes vorbehaltlos begrüßen – und dies tue die überwältigende Mehrheit der Münchner Bevölkerung. Ude machte auch deutlich, dass es Gegner dieser Konferenz gebe, die aus Protest auf die Straße gehen. Solchen Protest zuzulassen, so lange er friedlich und gewaltlos bleibe, gehöre zu den Vorzügen der Demokratie, die gerade diese Konferenz auch den Diktaturen auf diesem Globus nahe bringen wolle. Die Akzeptanz der Sicherheitskonferenz habe nun auch bei kritischen Bürgern in den letzten Jahren laufend zugenommen. Diese sei jedoch damals am geringsten gewesen, als dort Argumente für den Irak-Krieg zusammengetragen wurden, die nachher auch eindeutig hätten widerlegt werden können – damals habe auch er selbst zu den Demonstranten gehört, erinnerte Ude. Danach sei die Akzeptanz aber stetig gewachsen, seitdem dort immer weniger Repräsentanten der Rüstungsindustrie und immer mehr Repräsentanten humanitärer Organisationen in Erscheinung träten. Der OB gratulierte Botschafter Ischinger ausdrücklich zu dieser Entwicklung.
Zur Begründung seiner Anwesenheit als Bürgermeister erinnerte Ude daran, dass militärische Konflikte in den Städten die größten Opfer und die schlimmsten Schäden verursachen, es aber häufig die Städte waren, die über die Grenzen hinweg Freundschaften geschlossen und Zusammenarbeit begonnen haben, bevor sich die Staaten miteinander versöhnen konnten. Zudem leisteten heute die Städte weltweit eine Entwicklungszusammenarbeit, die fraglos eine wachsende Bedeutung bekomme, lebe doch schon jetzt die Mehrheit der Menschheit in städtischen Räumen; bald werde es gar eine Dreiviertel-Mehrheit sein. Die Fähigkeit der Städte also, gleichsam als „Zukunftswerkstatt der Menschheit“ Beispiele des friedlichen Zusammenlebens zu liefern und sozialen Ausgleich zu organisieren, werde also immer bedeutender.

Weitere Informationen zum Thema:

Munich Security Conference
KONFERENZ 2012

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