Towergrundstück: Investor unterzeichnet Optionsvertrag

Optionsvertrag wurde unterzeichnet

Eine prominente städtebauliche Lücke im Einfahrtbereich
zur Messestadt Riem soll endlich geschlossen werden: Am Mittwoch,
13. November, konnte das Kommunalreferat mit der Wöhr + Bauer GmbH
einen Optionsvertrag über den Verkauf des so genannten Towergrundstücks
abschließen. Auf dem 13.566 Quadratmeter großen Areal soll das
neue Headquarter für die Brainlab AG, einen Technologieführer im Bereich
bildgebende Operationssysteme, entstehen.
Drei Ausschreibungen in den Jahren 1995, 2006 und 2009 hatten keine
ernsthaften Interessenten für eine Entwicklung des Grundstücks erbracht.
Auch nach der letzten Ausschreibung hatte das Kommunalreferat weiter
viele Gespräche mit potentiellen Investoren geführt. Vor allem war der
Umgang mit dem denkmalgeschützten Towergebäude das – bisher –
entscheidende Hindernis. Viele Gespräche liefen daher ins Leere.
Den Durchbruch brachten letztendlich Gespräche des Kommunalreferenten
Axel Markwardt mit dem Referenten für Arbeit und Wirtschaft, Dieter
Reiter, und Wolfgang Roeck, dem Geschäftsführer der Wöhr + Bauer
GmbH. In dieser Konstellation konnte eine tragfähige Entwicklungsmöglichkeit
erarbeitet werden. Über die Schließung der Baulücke hinaus bietet
die angestrebte Lösung den Vorteil, dass mit der Brainlab AG ein marktführendes
Unternehmen aus der Medizintechnik im Stadtgebiet neu angesiedelt
werden kann.

Zustimmung für Verkauf des Areals

Deshalb stimmte auch der Stadtrat am 24. Juli grundsätzlich dem Verkauf
des Areals an die Wöhr + Bauer GmbH zu. Dabei sollte zunächst durch
Abschluss eines Optionsvertrags das Grundstück gesichert werden, um
den Firmen Wöhr + Bauer GmbH und der Brainlab AG Zeit für Planung und
Entwicklung zu geben.
Mit dem geplanten Bauvorhaben wird voraussichtlich zusätzlich zum
Tower eine Geschossfläche von ca. 23.400 Quadratmetern verwirklicht
werden. Als prominenter Teil der Zufahrt zur Messestadt Riem stellt das
Areal zudem erhöhte Ansprüche an die stadtplanerische Gestaltung. Die
Fläche befindet sich nicht nur in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haupteingang
der Messe München, sie beherbergt mit dem Tower auch das letzte,
in allen Bestandteilen denkmalgeschützte Relikt des ehemaligen Flughafens.
Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, lief für das Areal
ein Realisierungswettbewerb. Das Preisgericht tagte am 14. November
und wählte einstimmig den Entwurf des Büros kadawittfeldarchitektur,
Aachen, aus.
„Dieser Entwurf besticht durch seine einmalige Fassadengestaltung, welche
die Dynamik und Kreativität des Unternehmens ideal widerspiegelt.

Brainlab unterstützt Integration des Towers

Ich freue mich sehr, dass die Stadt den Weg für ein derartiges Konzept geebnet
hat“, erklärt Stefan Vilsmeier, CEO der Brainlab AG.
„Wir sind froh, dass alle Beteiligten, also Stadt, Brainlab und die Jury, eine
gemeinsame Lösung unterstützen, um die Integration des Towers in das
Gesamtkonzept auf Grundlage des Realisierungswettbewerbs zu ermöglichen.
Allerdings ist die interne Nutzung des Towers in Bezug auf die Bedürfnisse
des Mieters Brainlab im Detail noch zu optimieren und weiter zu
entwickeln,“ erläutert Wolfgang Roeck, Geschäftsführer der Wöhr + Bauer
GmbH. „Das Towergrundstück mit seiner optimalen Verkehrsverbindung
ist für die neue Zentrale der Brainlab AG ideal. Auch Stefan Vilsmeier, CEO
der Brainlab AG, ist vom Standort überzeugt.“
„Für die Entwicklung des Technologie-Standortes München ist der Verkauf
ein Gewinn“, freut sich Dieter Reiter, Referent für Arbeit und Wirtschaft.
„Die Brainlab AG ist international hervorragend aufgestellt, gehört bei bildgestützten
Technologien zu den Weltmarktführern und wird am neuen
Standort in Riem mehr als 600 Arbeitsplätze bereitstellen.“

Betriebliche Nutzung soll weiterhin gewährleistet bleiben

„Die Wöhr + Bauer GmbH hat sich für das Kommunalreferat bereits bei
verschiedenen Projekten als hoch kompetenter und äußerst zuverlässiger
Partner bewährt,“ betont Kommunalreferent Axel Markwardt. „Ich bin deshalb
sehr zuversichtlich, dass die lange ungeklärte Zukunft des Towergrundstücks
mit dem aktuellen Vertragsabschluss bald ein erfolgreiches
Ende findet.“
Der Vertrag verpflichtet die Wöhr+Bauer GmbH, innerhalb von drei Jahren
ab Unterzeichnung die von der Bauaufsichtsbehörde noch zu genehmigenden
Gebäude für die Ansiedlung der Brainlab AG zu errichten. Die betriebliche
Nutzung durch die Brainlab AG muss zudem auf die Dauer von zehn
Jahren nach Fertigstellung der Bauwerke aufrecht erhalten bleiben.

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