Unendlicher Spaß: Premiere am 22. März 2012 um 19.30 Uhr

Uraufführung des Stücks nach dem Roman von David Foster Wallace am Münchner Volkstheater

[Münchner Partner, 02.02.2012] „Unendlicher Spaß“ wird in einer Bühnenbearbeitung von Bettina Bruinier und Katja Friedrich gegeben.
Bruinier, Jahrgang 1975, geboren in Wiesbaden, inszenierte nach ihrem Studium der Opern- und Schauspielregie an der „Bayerischen Theaterakademie August Everding“ u.a. am Deutschen Theater Berlin und Staatsschauspiel Dresden. Sie ist seit der Spielzeit 2009/10 Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt, wo sie bisher u.a. „Stadt aus Glas“ von Paul Auster, „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine, „Romeo und Julia“ von William Shakespeare und „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ inszenierte. 2008 wurde Bruinier beim Festival „Radikal jung“ für ihre Adaption von Juli Zehs Roman „Schilf“ mit dem „Publikumspreis“ ausgezeichnet.
Die Handlung des aktuellen Stücks spielt in einem leicht in die Zukunft versetzten Amerika, das mit Kanada und Mexiko die „Organisation der nordamerikanischen Nationen“ bildet und von radikalen Separatisten in Kanada, den rollstuhlfahrenden „Assassins des Fauteuils Rolants“ (A. F. R.) bekämpft wird. Das Staatsgebilde wird von einem ehemaligen Schlagersänger namens Johnny Gentle regiert. Um die Steuereinnahmen zu erhöhen, hat man den Kalender an Sponsoren verkauft – man lebt somit im „Jahr des Whoppers“ oder im „Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche“…

Abbildung: Münchner Volkstheater GmbH

Abbildung: Münchner Volkstheater GmbH

„Unendlicher Spaß“ in einer Bühnenbearbeitung von Bettina Bruinier und Katja Friedrich

„Unendlicher Spaß“ – so nannte James Incandenza seinen Film, der Menschen, die ihn anschauen, so verhext, dass sie sich nicht mehr von ihm lösen können und dabei verdursten und verhungern. Die A.F.R. ist auf der Suche nach der Master-Kassette dieses Filmes, da sie ihn für die ultimative Waffe halten, um die Amerikaner Opfer ihrer eigenen unersättlichen Gier nach Unterhaltung werden zu lassen. Ebenso auf der Suche ist der Geheimdienst, der die Verbreitung des Films verhindern möchte. Diese Suche verbindet unterschiedliche Figuren miteinander und fokussiert den Handlungsort auf die von Incandenza gegründete Tennisakademie, wo seine beiden Söhne Hal und Mario studieren, sowie ein nahe gelegenes Entziehungsheim für Drogenabhängige…
1996 erschien „Infinite Jest“ in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der US-amerikanischen Literatur. Im September 2008 nahm sich Wallace das Leben, ein Jahr bevor die deutsche Übersetzung von „Unendlicher Spaß“ erschien.

Weitere Informationen zum Thema:

volkstheater
Unendlicher Spaß (UA) nach dem Roman von David Foster Wallace

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