Klavierkonzert und Führung zur Ausstellung „Landshoff“

(11.12.2013) Die Retrospektive von Hermann Landshoff stellt erstmals das Werk des aus München stammenden Mode- und Porträtfotografen aus. Aus diesem Anlass lädt das Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, zu zwei Veranstaltungen ein. Die international bekannte ukrainische Pianistin und Cembalistin Ella Sevskaya wird anlässlich der Retrospektive von Hermann Landshoff in einem Klavierkonzert am Sonntag, 15. Dezember, 11 Uhr, musikalisch die familiären Wurzeln des Fotografen aufgreifen. Auf einem Hammerklavier wird sie Stücke von Johann Sebastian Bach und dessen Sohn Johann Christian Bach vortragen, Klavierstücke, die von Ludwig Landshoff (1874-1941), dem Vater von Hermann Landshoff, veröffentlicht worden sind. Ludwig Landshoff gilt als Kenner der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und war zu Lebzeiten ein renommierter Musikwissenschaftler und Dirigent. Wesentlich trug er zur Wiederentdeckung des Bach-Sohnes Johann Christian Bach bei und war Herausgeber der Großen Gesamtausgabe der Werke Bachs. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Dr. Ulrich Pohlmann führt ebenfalls am Sonntag, 15. Dezember, 15 Uhr, durch die Ausstellung „Hermann Landshoff – eine Retrospektive. Photographien 1930 – 1970“. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung zur Emi gration gezwungen lebte Landshoff von 1933 bis 1939 in Paris, um anschließend nach New York überzusiedeln, wo er ab 1941 äußerst erfolgreich für die Illustrierten „Harper’s Bazaar“ und „Mademoiselle“ arbeitete. Neben seinen Modeaufnahmen, die eine Generation von Fotografen wie Richard Avedon maßgeblich beeinflusst haben, wird in der Ausstellung erstmals der einzigartige Porträtzyklus der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts zu sehen sein, den Landshoff zwischen 1945 und 1955 geschaffen hat. Andere Bildnisse zeigen Albert Einstein, Karl Valentin, Eva Hesse und den Kreis der Surrealisten von Max Ernst bis Marcel Duchamp in New York. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, eine Führungsgebühr fällt nicht an.

Dieser Beitrag wurde unter Kunst abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.