Ausstellung „Politik für München: Moritz Guggenheimer“

(8.5.2014) Im Mittelpunkt der Ausstellung „Politik für München: Der Unternehmer
Moritz Guggenheimer (1825 -1902)“ steht ein Lenbach-Porträt
Moritz Guggenheimers, das dem Jüdischen Museum 2013 als großzügige
Schenkung aus Familienbesitz überlassen wurde. Das Bild erinnert an
den bedeutenden Kommunalpolitiker Moritz Guggenheimer und dessen
Beitrag zur Entwicklung Münchens zu einer modernen und weltoffenen
Großstadt.
München 1870. Als erster jüdischer Bürger der Stadt wird der angesehene
Unternehmer Moritz Guggenheimer mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden
des Kollegiums der Gemeindebevollmächtigten gewählt. Für die
Emanzipation der bayerischen Juden ist dies ein entscheidendes Signal.
Auch viele Zeitgenossen messen der Wahl große Bedeutung bei. Denn
Guggenheimers Position ist eine der einflussreichsten und zugleich verantwortungsvollsten
in München. Der liberale Politiker und Unternehmer gilt
als einer der fähigsten politischen Köpfe der Stadt. Über ein Jahrzehnt
wird Moritz Guggenheimer die Geschicke Münchens mitbestimmen und
wichtige kommunale Infrastrukturprojekte realisieren beziehungsweise
auf den Weg bringen – etwa die Errichtung des Schlacht- und Viehhofes,
des Wasserwerks und den Ausbau der Kanalisation. Antisemitische Angriffe
veranlassen Guggenheimer 1881 schließlich zum Rückzug aus der
Politik.
Die Ausstellung „Politik für München: Der Unternehmer Moritz Guggenheimer
(1825 -1902)“ wurde kuratiert von Dr. Andreas Heusler, Stadtarchiv
München. Sie ist noch bis 4. Oktober im Seminarraum des Jüdischen
Museums München, St.-Jakobs-Platz 16, Dienstag bis Sonntag von 10 bis
18 Uhr zu sehen.
Kontakt: Dr. Andreas Heusler, Telefon 2 33-3 08 15, andreas.heusler@
muenchen.de

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